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Kaffee/

lateinamerikanisch

Das erste Land, das mit Kaffee in Berührung kam, war Brasilien im Jahr 1727, und es entwickelte sich zu einem Schwergewicht in der weltweiten Kaffeeproduktion. Auch heute noch ist es einer der größten Kaffeeproduzenten weltweit. Zwischen dem Norden und dem Süden des Kontinents bestehen große Unterschiede, sowohl hinsichtlich der Bedingungen als auch der Verarbeitungsmethoden. Die erste Kaffeepflanze gelangte im frühen 18. Jahrhundert nach Nordamerika, doch das Getränk war in Amerika erst nach der Boston Tea Party im Jahr 1773 wirklich beliebt, als man von Tee auf Kaffee umstieg. Der Bürgerkrieg und andere nachfolgende Konflikte trugen ebenfalls zum Anstieg des Kaffeekonsums bei, da Soldaten auf Koffein zur Regeneration ihrer Energie angewiesen waren. Auch wenn es hier etwas später losging, lieben die Amerikaner Kaffee genauso sehr wie der Rest der Welt. Teddy Roosevelt selbst gilt als einer der größten Kaffeetrinker Amerikas – man munkelt, er habe täglich einen Liter Kaffee getrunken! Roosevelt soll auch den berühmten Slogan „Good to the Last Drop“ (Gut bis zum letzten Tropfen) für Maxwell House geprägt haben, nachdem man ihm in Andrew Jacksons historischem Wohnhaus in Hermitage, Tennessee, Kaffee serviert hatte. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts war Kaffee zu einem weltweiten Handelsgut geworden, und Unternehmer begannen, nach neuen Wegen zu suchen, um von dem beliebten Getränk zu profitieren. Im Jahr 1864 kauften die Brüder John und Charles Arbuckle aus Pittsburgh den neu erfundenen, selbstentleerenden Kaffeeröster von Jabez Burns. Die Arbuckle-Brüder begannen, vorgerösteten Kaffee in Papierpackungen zu je einem Pfund zu verkaufen. Ihr Kaffee erhielt den Namen „Ariosa“ und war ein großer Erfolg, als er an amerikanische Cowboys im Westen verkauft wurde. Bald darauf folgte James Folger diesem Beispiel und begann, Kaffee an kalifornische Goldgräber zu verkaufen. Dies beeindruckte mehrere andere namhafte Kaffeeproduzenten, darunter Maxwell House und Hills Brothers.