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Afrika/

Sambia

Kaffee wurde in den 1950er Jahren von Missionaren in Sambia eingeführt. Sie brachten Bourbon-Samen aus Tansania und Kenia mit. Die Produktion begann jedoch erst Ende der 1970er Jahre zu wachsen. Dieser Anstieg ist auf die Unterstützung der Weltbank zurückzuführen. Denn Schädlinge und Krankheiten hatten sich auf die Catimor-Hybride verlegt, die zwar weniger aromatisch als Bourbon ist, dafür aber wesentlich widerstandsfähiger. Dies war jedoch nur eine vorübergehende Umstellung; die Regierung empfahl wieder Bourbon. Dennoch gibt es im Land immer noch eine beträchtliche Menge an Catimor. Sambias Kaffeeexporte beliefen sich 2005/2006 auf rund 6.500 Tonnen, doch danach setzte ein dramatischer Rückgang ein. Ursache dafür waren der Preisverfall und der Mangel an langfristigen Finanzmitteln in der Branche. Der größte Produzent des Landes schloss 2008, nachdem er seine Kredite nicht mehr bedienen konnte. In den meisten Fällen stammt der Kaffee aus Sambia eher von größeren Plantagen als von Kleinbauern. Allerdings gab es auch Fördermaßnahmen für die Kleinbauern. Die Plantagen sind mit moderner Ausrüstung ausgestattet (da die Kaffeeproduktion hier relativ spät begann), und viele von ihnen befinden sich im Besitz multinationaler Konzerne. Deshalb sind die Kleinbauern dort etwas im Nachteil. Ein weiterer Einflussfaktor ist der mangelnde Zugang zu Wasser, und eine unzureichende Nachernteverarbeitung hat die Produktion von reinen, süßen Kaffeesorten zusätzlich behindert. RÜCKVERFOLGBARKEIT Die besten Kaffees aus Sambia stammen in der Regel von großen Plantagen. Allerdings gibt es nur sehr wenige, die wirklich guten Kaffee produzieren. Die Gesamtproduktion in Sambia ist gering, und hochwertige Kaffeesorten sind keine Selbstverständlichkeit. GESCHMACKS PROFIL Diese wenigen seltenen, ausgezeichneten Kaffeesorten sind lebhaft und blumig, mit einer reinen, fruchtigen Komplexität.