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Italienischer Kaffee
Was ist italienischer Kaffee? Der Grund dafür ist, dass Italien selbst eigentlich keinen Rohkaffee kommerziell anbaut oder produziert. In den meisten Teilen Italiens herrschen nicht die richtigen Bedingungen für den Kaffeeanbau, und die Anbauflächen, auf denen Kaffee wachsen könnte, sind so klein, dass sich der Anbau nicht rentiert. Wenn wir über andere Kaffeeländer wie Äthiopien, Kolumbien oder Brasilien sprechen, meinen wir Kaffeeanbauländer, und wir denken dabei meist an Anbaugebiete und die einzigartigen Aromen, die diese Kaffees aus verschiedenen Herkunftsorten bieten. Das unterscheidet sich vom italienischen Kaffee, da wir hier meist eher über die Kaffeekultur sprechen. Oder über eine bestimmte Röstart für eine bestimmte Kaffeebohne oder Herkunft. Kaffee nach italienischer Art kann aus jeder der verschiedenen Bohnen und aus verschiedenen Quellen hergestellt werden und wird in der Regel dunkler geröstet, um ihm den intensiven Geschmack und Körper zu verleihen, den wir alle kennen. Ein klassischer Kaffee nach italienischer Art enthält oft Robusta, der wiederum einen kräftigen, vollmundigen Geschmack und einen hohen Koffeingehalt aufweist. Dies war jedoch nicht immer der Fall bei italienischem Kaffee. Früher wurde italienischer Kaffee fast ausschließlich aus Arabica hergestellt, der allgemein als milder und säuerlicher im Geschmack gilt und nur halb so viel Koffein enthält wie Robusta. Während des Zweiten Weltkriegs hatte Italien jedoch Schwierigkeiten, genügend Arabica-Kaffee aus Lateinamerika zu importieren, um die wachsende Nachfrage zu decken. Infolgedessen begann man, lateinamerikanischen Arabica durch Robusta zu ersetzen, der in Nordafrika leichter verfügbar ist. Diese Tradition hat sich bis heute gehalten, insbesondere im Süden des Landes, wo viele italienische Mischungen nach wie vor Robusta enthalten, um uns das reichhaltige, vollmundige und koffeinhaltige Getränk zu bieten, das heute gleichbedeutend mit italienischem Kaffee ist. Arten von italienischem Kaffee In Italien gibt es viele Kaffeesorten, und obwohl etwa 20 Kaffeesorten in Italien beliebt sind, existieren doch viele regionale Varianten. Zu den beliebten italienischen Kaffeesorten gehören der Standard-Espresso, Ristretto (ein kürzerer Espresso), doppelter Espresso, Macchiato (Espresso mit Milch), Marocchino (Espresso, Schokoladensirup, Milch und Kakao), Cappuccino (Espresso mit aufgeschäumter Milch), Caffelatte (gleiche Mengen Kaffee und Milch), Affogato (eine Kugel Eis mit Espresso darüber), Shakeato (ein Long Espresso mit Eis und einem Filter), Caffè Ginseng (schwarzer Kaffee mit Ginseng-Extrakt), Cappuccino Matcha (Cappuccino mit Matcha anstelle von Kaffee), Caffè d'Orzo (Gerstenkaffee) und Caffè con Panna (Kaffee mit Sahne). Die Atmosphäre in Kaffeehäusern Wie Bars haben auch Cafés eine lange Tradition darin, einen Ort zu bieten, an dem Menschen innerhalb ihrer eigenen Gruppen und (oft) mit Fremden ungezwungen Kontakte knüpfen können. Dies spiegelt sich in der Sprache wider; wenn Menschen sagen „auf einen Kaffee treffen“, meinen sie meist, sich zu treffen, um Kontakte zu pflegen oder zu plaudern. Historisch gesehen waren Cafés Orte, an denen sich Menschen versammelten, plauderten, arbeiteten, schrieben (vor allem lokale Zeitungen), lasen (vor allem lokale Zeitungen, die in Cafés verfasst wurden) und die Zeit verbrachten. Heute sind Cafés weitgehend unverändert – nur werden Tinte und Papier oft durch Laptops und Zeitungen durch Blogs ersetzt. Die Raumaufteilung in Cafés umfasst oft kleinere Nischen und größere Gemeinschaftsbereiche. In belebteren Cafés ist es üblich, dass Fremde am selben Tisch sitzen, selbst wenn dieser nur Platz für zwei Personen bietet. Cafés sind in der Regel gemütlich und fördern die Kommunikation zwischen Fremden.