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Burundi

Kaffee kam in den 1920er Jahren nach Burundi, als das Land unter belgischer Kolonialherrschaft stand. Ab 1933 war jeder Kleinbauer verpflichtet, mindestens fünfzig Kaffeebäume anzubauen. Als 1993 der Bürgerkrieg ausbrach, kam es zu einem Rückgang der Produktion. Seitdem wurden Anstrengungen unternommen, um die Kaffeeproduktion in Burundi wieder aufzubauen. Geografisch gesehen ist Burundi ein idealer Standort für Kaffeepflanzen. Die bergige Landschaft bietet die entsprechenden Höhenlagen und klimatischen Bedingungen. In Burundi gibt es keine großen Kaffeeplantagen; stattdessen baut jeder Landwirt Kaffee auf seinem eigenen Land an. Die Produzenten sind in SOGESTALs (Sociétés de Gestion des Stations de Lavage) organisiert, einer effektiven Verwaltungsorganisation für Gruppen von Waschstationen, die in der Regel in staatlicher Hand sind. Auch die Qualitätsentwicklung und die Infrastruktur werden über diese Organisationen gesteuert. Die beliebtesten Kaffeesorten aus Burundi sind vollständig gewaschen und stammen in der Regel von der Bourbon-Sorte. In vielerlei Hinsicht ähnelt Burundi seinem Nachbarn Ruanda. Beide Länder weisen ähnliche Höhenlagen und Kaffeesorten auf, und vor allem sind sie beide von anderen Ländern umgeben, was sie zu Binnenstaaten macht. Dies kann den Export verlangsamen, da viele dieser Bohnen noch immer per Schiff transportiert werden. Rückverfolgbarkeit Bis vor kurzem konnten die Kaffeesorten nur über ihre SOGESTAL zurückverfolgt werden, da an diesen Orten die meisten Kaffees von verschiedenen Bauern miteinander vermischt wurden. Burundi veranstaltete 2011 einen Kaffee-Qualitätswettbewerb namens „Prestige Cup“. Ziel dieser Veranstaltung war es, die Qualität der einzelnen Regionen zu ermitteln. Die Chargen der einzelnen Waschstationen wurden getrennt gehalten, und der Kaffee wurde dann unter Wahrung der Rückverfolgbarkeit auf einer Auktion verkauft. Dies motivierte die Produzenten, qualitativ hochwertigen Kaffee anzubauen, und half ihnen, ihre Produkte zu verkaufen.