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Kaffee in ganzen Bohnen
Kaffee, der in großen Mengen von den Erzeugern geliefert wird, kommt nicht so an, wie man ihn aus den Geschäften kennt. Normalerweise wird er in Säcken geliefert, ungeröstet. Ungerösteter Kaffee hat eine grüne Farbe, und indem man ihn im Rohzustand belässt, bleibt er länger frisch. Nach dem Rösten kann die Qualität der Bohnen schneller nachlassen. Deshalb rösten die Hersteller die Kaffeebohnen erst, bevor sie sie in einen versiegelten Beutel verpacken. Rösten Der Röstprozess erfolgt in großen Industriemaschinen und folgt einer strengen Reihenfolge. Durch den Röstprozess erhält der Kaffee seine charakteristische braune Farbe und sein spezifisches Kaffeearoma. Um dies zu erreichen, gibt es jedoch eine strenge Reihenfolge, die jeder Kaffeeröster befolgen muss. SCHRITT 1: Trocknen Roher Kaffee enthält etwa 7 bis 11 Prozent Wasser. Ein hoher Wassergehalt kann verhindern, dass der Kaffee seine ideale Röstung erreicht. Nachdem der Kaffee in den Röster gegeben wurde, dauert es einige Zeit, bis die Bohnen genügend Wärme aufgenommen haben, um das Wasser verdampfen zu lassen. Dann beginnt der Trocknungsprozess. Er erfordert eine große Menge an Wärme und Energie, da die Bohnen sonst verbrennen statt geröstet zu werden. SCHRITT 2: Gelbfärbung Sobald das Wasser aus den Bohnen verdunstet ist, setzen die ersten Farbreaktionen ein. In diesem Stadium sind die Kaffeebohnen noch sehr dicht und haben eine leicht brotige Konsistenz. Bald beginnen die Bohnen zu quellen, und ihre dünne, papierartige Schale (Spreu) blättert ab. Die Röstmaschinen trennen die Spreu durch den durch den Röster strömenden Luftstrom ab; sie wird gesammelt und sicher entfernt, um Brandgefahr zu vermeiden. Diese ersten beiden Röststufen sind entscheidend. Die Maschine muss eine bestimmte Temperatur haben, andernfalls wird der Kaffee nicht richtig getrocknet und röstet nicht gleichmäßig, was dazu führt, dass er nicht vollständig durchröstet wird. Dieser Kaffee schmeckt bitter und grasig aufgrund der Mischung aus gerösteten und ungerösteten Bohnen. SCHRITT 3: Erstes Knacken Durch die Bräunungsreaktionen sammeln sich im Inneren der Bohne verschiedene Gase (hauptsächlich Kohlendioxid) und Wasser an. Diese Elemente erzeugen Druck im Inneren der Bohne, wodurch diese aufbricht, ein knallendes Geräusch erzeugt und ihr Volumen sich fast verdoppelt. Dies wird als erster Crack bezeichnet. Ab diesem Zeitpunkt kann man das spezifische Kaffeearoma riechen. SCHRITT 4: Röstentwicklung Nach dem ersten Crack sind die Bohnen an der Oberfläche viel glatter. Diese Phase des Prozesses bestimmt die Endfarbe der Bohnen und den Röstgrad. An diesem Punkt kann der Röster das Gleichgewicht zwischen Säure und Bitterkeit des Kaffees bestimmen. SCHRITT 5: Zweites Knacken An diesem Punkt beginnen die Bohnen zum zweiten Mal zu knacken, wobei das Geräusch leiser und knackiger ist. Sobald das zweite Knacken erreicht ist, werden die Öle an die Oberfläche der Kaffeebohne getrieben. Ein großer Teil der Säure geht verloren und es entwickelt sich eine neue Geschmacksnote. Die Intensität des Aromas im Inneren der Bohne wird während des Röstprozesses festgelegt. Wenn der Prozess über das zweite Knacken hinausgeht, führt dies in der Regel dazu, dass die Bohnen Feuer fangen, was äußerst gefährlich ist. Es gibt verschiedene Röstarten wie „French Roast“ oder „Italian Roast“. Diese Begriffe werden verwendet, um den Röstgrad anzugeben. Mahlen Der Mahlvorgang ist ebenfalls ein wichtiger Aspekt der Kaffeezubereitung. Der Zweck des Mahlens vor der Zubereitung besteht darin, genügend Oberfläche freizulegen, um das in den Bohnen eingeschlossene Aroma zu extrahieren und so eine gute Tasse Kaffee zuzubereiten. Würde man die ganzen Bohnen aufbrühen, hätte man am Ende einen sehr schwachen Geschmack. Je feiner die Bohnen gemahlen sind, desto mehr Oberfläche wird freigelegt und desto besser ist das Aroma. Außerdem lässt sich der Kaffee bei einer feineren Mahlung schneller aufbrühen, da das Wasser besser eindringen kann. Daher kann die Mahlung je nach Zubereitungsmethode unterschiedlich ausfallen. Die Größe des Kaffeemehls beeinflusst sowohl die Ziehzeit als auch den endgültigen Geschmack. Schließlich setzt die Mahlung den Kaffee stärker der Luft aus, was bedeutet, dass er schneller altert. Deshalb kaufen manche Kaffeetrinker ihren Kaffee in Form von Bohnen und mahlen ihn selbst.











